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Hüten (Hütewettbewerbe) ![]() ![]() Hier kann man zwei unterschiedliche Arten des Hütens nennen: einmal das Hüten der Wanderschäferei, welches in Wettbewerben als Leistungshüten bezeichnet wird (am häufigsten vertreten sind hier Altdeutsche Hütehunde) und zum anderen die Arbeitsweise in der Koppelschäferei (Wettbewerbe werden hier Trials gennant, bekannteste Hunderasse ist der Border Collie). In seiner Arbeitsweise pendelt der KHC dazwischen. Er wurde in der Vergangenheit sowohl als Hüte- , als auch als Treibhund eingesetzt. ![]() Das Leistungshüten beinhaltet im Wettbwerb folgende Aufgaben, die von 2 Hunden bewältigt werden: 1. Auspferchen. Eine fremde Herde von mindestens 200 Tieren wird vom Schäfer mit 2 Hunden aus einem Pferch (umzäuntes Gelände) herausgetrieben. Nachdem die Herde den Pferch verlassen hat, halten die Hunde die Herde zusammen. 2. Brücke. Die Herde muss über eine Brücke, oder simulierte Brücke, getrieben werden. Die Hunde verhindern, dass Schafe an der Brücke vorbei laufen. 3. Hindernisse, Verkehr: Die Aufgabe ist, die Herde ein breite Straße entlang treiben. Die Hunde sollen dafür sogen, dass sie durch den Verkehr nicht gefährdet werden, indem sie sich zwischen Herde und Fahrzeugen bewegen. 4. Verhalten im weiten Gehüt. Ein weites Gehüt kann eine große Flache sein, die nicht eingezäunt ist, die Schafe sollen nur einen Teil benutzen. Die Hunde patroullieren um die Herde und halten sie im erlaubten Gebiet großräumig zusammen. 5. Verhalten im engen Gehüt. Hier ist der Raum sehr beschränkt, die Schafe stehen und fressen also auf sehr engem Raum. Da die Enge bewirkt, dass die Schafe die Tendenz haben den Raum zu verlassen, haben die Hunde sehr viel zu tun. 6. Engweg: Eine langer und enger Treibweg. Die Hunde müssen die Herde auf dem Weg halten und verhindern, dass sie an den Seiten durch Fressen Schaden anrichten. 7. Einpferchen: mittels der Hunde wird die Herde in einen Pferch getrieben. Alle diese Punkte werden einzeln und mit unterschiedlichen Punktzahlen bewertet. Während der ganzen Zeit wird zudem Gehorsam, Fleiß und Selbstständigkeit bewertet, die Richter achten darauf wie der einzelne Hund seine Aufgaben erfüllt und wie er zum Beispiel mit Schafen umgeht, die die Herde verlassen haben. ![]() Zum Unterschied dazu hier einmal die "Aufgaben" eines Trials, der nur einem Hund gelaufen wird. 1. der "Outrun", so nennt man das weite ,,birnenförmige“ Hinauslaufen des Hundes hinter die Schafe, ohne diese zu beunruhigen 2. der "Lift", das ist der Moment der ersten Kontaktaufnahme zwischen Hund Schafen, in dem sich entscheidet, ob die Schafe den Hund fürchten, respektieren oder in anzugreifen versuchen 3. der "Fetch"“, so wird das Heranbringen der Schafe zum "Schäfer" genannt 4. der "Drive" bezeichnet das Treiben vom "Schäfer" weg, meistens über einen dreieckigen Kurs durch die zwei freistehenden Tore 5. das "Shedding", d.h. das vorübergehende Abtrennen einer bestimmten Anzahl von gekennzeichneten Schafen innerhalb eines markierten Ringes 6. der "Pen", gemeint ist hier das Hineindirigieren der Schafe in einen freistehenden, sehr kleinen Pferch (2x3m) oder in einen Transportanhänger Auch hier gibt Punkte für die einzelnen Aufgaben. Ziel ist hier der ruhig und konzentriert arbeitende Hund, welcher die Schafe in keinster Weise "beunruhigen" sollte. ![]() Hier noch ein Bild aus unseren "Anfängen". Der Hund (Loni) treibt die Schafe hier etwas zu dicht auf. |