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Blindenführhund


Blindenführhunde sind speziell ausgebildete Hunde, die blinden oder hochgradig sehbehinderten Menschen eine gefahrlose Orientierung, sowohl in vertrauter als auch in fremder Umgebung gewährleisten sollen. Der Blindenführhund "im Dienst" ist an seinem weißen Führgeschirr erkennbar. Dies ist ein offizielles Verkehrszeichen, das alle Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksicht verpflichtet. Nur etwa 1-2% aller Blinden in Deutschland haben einen Führhund. Gut ausgebildete Führhunde ermöglichen ihren Haltern ein hohes Maß an individueller Mobilität, Sicherheit und Unabhängigkeit und stellen dadurch einen entscheidenden Faktor für die gesellschaftliche Integration blinder Menschen dar.


Ein gut ausgebildeter Blindenführhund sucht nach Anweisung Türen, Treppen, Zebrastreifen, Telefonzellen, Briefkästen, freie Sitzplätze (z.B. in Bus oder Bahn) und vieles mehr. Er zeigt das Gefundene an, indem er davor stehen bleibt. Blindenführhunde können ihre Besitzer sicher durch den Alltag führen, da sie jegliche Art von Hindernissen umgehen oder anzeigen. Für ein gut ausgebildetes Führgespann sind geparkte Autos, Laternenpfähle, Fahrradfahrer etc. daher kein Problem. Zu den Hindernissen, auf die ein Führhund reagieren muss, gehören auch Bodenhindernisse wie Pfützen oder Schlaglöcher und Höhenhindernisse wie herabhängende Äste oder Schilder, d. h. der Hund muss auch Hindernisse anzeigen und umgehen, die für ihn selbst keine sind. Im Fall einer drohenden Gefahr etwa im Straßenverkehr muss der Führhund in der Lage sein einen Befehl ausnahmsweise zu verweigern. Ein ausgebildeter Führhund beherrscht etwa 40 Hörzeichen. Damit diese Fähigkeiten nicht verloren gehen, sind ihre Besitzer angehalten sich intensiv mit ihrem Hund zu beschäftigen und die Kommandos regelmäßig zu trainieren